Ruth Linhart | Japanologie | Biographieprojekt Imai Yasuko


Herbst in Hamamatsu, ein Reisetagebuch

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Ein Ausflug nach Kyôto

31. Oktober, Freitag

Heute war „freier" Tag. Jetzt ist es nachts. Draußen rauschen ab und zu Autos vorbei, sonst ist es sehr still.

Soll ich der Reihe nach schreiben oder was mir gerade einfällt? Die nette Frau, die mir heute früh zu einem Sitzplatz verhalf, als ich ohne reservierte Karte in den Shinkansen-Express einstieg. Die nette Frau, die mich im Nanzenji-Tempel ansprach.

Im überfüllten Bus Nummer fünf, mit dem ich in Kyôto zum Eikandô-Tempel fuhr, standen neben meinem Sitz zwei Frauen. Zuerst glaubte ich, die mit dem topfförmigen Hut sei die Mutter der anderen. Doch als beide über das Altwerden sprachen, merkte ich, dass es etwa gleichaltrige Frauen sein mussten. Unter anderem diskutierten sie die Eheschließung einer Bekannten. „Ist es eine miai-kekkon, eine arrangierte Ehe?" fragte die eine. „Eine shôbai-kekkon, eine Berufsehe", sagte die andere. Braut und Bräutigam hätten bei der Firma M. in Tôkyô gearbeitet und sich dort kennengelernt. Nun planen sie eine Hochzeitsreise nach Belgien, und darum habe die Braut ein halbes Jahr fleißig Französisch gelernt.

„Warum diese Leute aus Japan gerade nach Belgien auf Hochzeitsreise fahren?" wunderte ich mich bei mir selbst.

Bald kam ich darauf, dass die Damen auch zum Eikandô fuhren.

„Ah, die haben dieselbe Fernsehdokumentation gesehen, wie Frau Imai!" Imai san hat mir den Besuch des Eikandô empfohlen, weil dort im Augenblick die momiji, die rotgefärbten Blätter der Ahornbäume, so besonders prächtig sein sollen. Außerdem habe der Dichter Yosano Tekkan gemeinsam mit seiner späteren Frau Yosano Akiko und der Dichterin Yamakawa Tomiko, die ihn ebenfalls liebte, einen Ausflug zu den dortigen momiji gemacht, der in die Literaturgeschichte eingegangen ist.

Auch die beiden Frauen wurden ungeduldig, weil unser Bus gar so schlecht weiterkam. Allein, bis er sich aus dem Bahnhofsgelände hinausfädelte, brauchte er zwanzig Minuten. Sie hatten denselben Stadtplan wie ich. Ich glaube, ich habe ihn vor drei Jahren im Hotel in Kyôto bekommen. Und er stimmt noch immer. Bei uns würde sicher irgendetwas nicht mehr passen.

Interessant ist, dass die Busfahrten in Hamamatsu viel teurer sind als in Kyôto.


In der Früh fuhr ich in Hamamatsu mit dem Bus zum Bahnhof. Schon ziemlich im Zentrum der Stadt zockelte er ganz langsam dahin. Durch das Busfenster schien die Sonne, hinter der Straße stiegen grüne Hügel auf, und am Gehsteig traten eine Kolonne Schüler in ihren schwarzen Schuluniformen in die Pedale ihrer Räder. Es war ein beschauliches Bild. Und passt zum ganzen Tag, der den Kontrast zwischen Hamamatsu und Kyôto so herausstrich. Kyôto, eine große Stadt voll Verkehrstrubel und Menschenmassen. Eine Schatztruhe der Kultur, mit den grünen bewaldeten Bergen rundherum, in denen zahllose Tempel und Tempelgärten und Schreine versteckt sind. Auch im Stadtzentrum immer wieder schöne alte japanische Häuser zwischen, zugegeben, hässlichen Neubauten.

Übrigens ging ich am Miyako-Hotel vorbei, diesem Riesenkasten zu Füßen der Higashiyama-Berge, den ich von der Pen-Club-Tagung 1972 noch gut in Erinnerung habe. Ich glaube, es war das prächtigste Hotel und das schönste Hotelzimmer meines Lebens. Damals muss ich auf die andere Seite hinausgesehen haben, nicht auf die breite Durchzugsstraße, auf der ich heute marschierte, denn vom Fenster entdeckte ich in diesen fernen Tagen einen schmalen Weg, den ich entlang ging, bis ich zum Tempel Kiyomizudera kam.
Jedenfalls schaut dieses einst so noble Hotel heute richtig vergilbt und angegraut aus, und ich glaubte schon, es wäre geschlossen. Aber auf einer Seite stand das Schild „Western Miyako", es gehört offensichtlich zur Hotelkette Best Western.


Also – ich habe vom Gegensatz der Städte gesprochen, einerseits Kyôto, besonders im Stadtinnern übergehend von Leben, Trubel und Menschen. Und anderseits Hamamatsu, diese beschauliche Stadt, in der es kaum Attraktionen gibt, außer am Shinkansen-Bahnhof das echte Yamaha-Klavier, auf dem jeder spielen darf. Und das Act-City-Hotel gleich neben dem Bahnhof, aus dessen Fenstern im vierzigsten Stockwerk ich schon einmal den Superzug Shinkansen als winzigen Wurm gesehen habe.


Bei der Ankunft in Kyôto war ich zum ersten Mal während dieser Japan-Reise etwas euphorisch, aber die überschäumende Freude legte sich mit fortschreitendem Tag. Alle Leute sind so freundlich, das ist wirklich auffallend. Trotzdem genoss ich das Alleinsein nur kurze Zeit, und ohne vertraute Gesellschaft wurde ich zunehmend melancholisch. In dem modernen Bahnhofsgebäude von Kyôto, das 1997 vollendet wurde, sah ich überall Alfred, Kerstin und Hans auf den Rolltreppen. Vor drei Jahren wohnten wir in einem Hotel ganz in der Nähe, und dieses Architektur-Eldorado eines Architekten namens Andô Tadao war für uns eine Art Zuhause.

Auch heute fuhr ich mit der Rolltreppe vorbei an vielen Terrassen und Geschäften bis in das oberste Geschoß und stellte wieder fest, dass die Sicht vom flachen Dach nicht so berauschend wie erwartet ist, vor allem wegen der verschmutzten Schutzglasfenster. Auf dem Dach war kein Mensch – im Unterschied zu den niedrigeren Gefilden. In dem obersten Lokal gab es ein Frühstück ab 1500 Yen. Ich stieg ab und bekam im „Country House" einige Terrassen weiter unten ein Frühstück um 800 Yen.


Zurück zu den beiden Frauen im Bus in Kyôto, die so lange neben mir standen. Wir stiegen an derselben Station aus, und die Frau im grünen Pullover drehte sich zu mir um und sagte: „Ach, Sie gehen auch zum Eikandô."

Auf dem Weg dorthin Wiedersehen mit den schönen traditionellen Holzhäusern. Chrysanthementöpfe vor den Türen, lila und gelb, wie es sich um diese Zeit gehört. Diese hochgebundenen Chrysanthemen in Spinnenform. Mit den gebogenen dünnen Blütenblättern. Im Unterschied zu Spinnen liebe ich diese Blumen. Eines der putzigen Holzhäuser im altjapanischen Stil war ein Ryokan, ein traditionelles Hotel. Die Übernachtung wurde um 6000 Yen angeboten. Irgendwo las ich „Futon und Frühstück" an der Tür.


Endlich kam ich beim Eikandô oder Zenrin-ji an, einem Zen-Tempel, der im neunten Jahrhundert gegründet wurde, aber ich war enttäuscht, denn die momiji im Fernsehen mussten im Vorjahr aufgenommen worden sein. Heute war nur ab und zu ein erster Hauch von Rot, Orange oder Gelb auf den Blättern zu entdecken. Im Eikandô machte mir der Kindergarten, der an den äußersten Winkel des Gartens grenzt, am meisten Eindruck. Manche Kinder aßen gerade, an Tischen im Freien. Ein Kindergärtner spielte mit anderen Kindern Ball. Ich bewunderte die überlebensgroße Kannon, die budhistische Göttin der Barmherzigkeit, die hier in Stein vor sich hinschaute, und fotografierte durch die Blätter der Hecke in den Kindergarten hinein. Dass der kokett über die Schulter schauende Amida-Buddha - die Statue ist das Glanzstück des Tempels - in dem Set Ansichtskarten nicht abgebildet ist, finde ich ärgerlich. Fotografieren durfte man ihn auch nicht.

Bald spazierte ich den berühmten tetsugaku no michi, den Philosophenweg, weiter bis zum nächsten Tempel, dem Nanzenji, dessen Pavillons und Gärten überraschend stimmungsvoll in die Wälder am Fuß des Higashiyama eingebettet sind. Ich war dort einmal vor vielen Jahren und hatte ihn nicht besonders in Erinnerung.


Eine lila Lilie

ein gelber Brokatkarpfen

ein goldener Schmetterling

Mittags und die japaner essen

(Fast) Ruhe

nur ein Aggregat summt

und Vögel zwitschern


Das war der Höhepunkt des heutigen Tages. Eine wirklich intime Minute im Nanzenji. Ich machte ein paar Fotos in die kleinen Gärten hinein. Schön gerechter Sand, Moos, ein Teich, eine Steinlaterne, ein Brunnen mit spiegelnder Wasserfläche, eine blühende Kamelie, ein paar rote Ahornblätter. Ich ging nicht das ganze Gelände des Tempels aus. Das mache ich einmal mit Hans, dem ich die Wandschirme mit den Tigern aus dem 17. Jahrhundert zeigen möchte, unbedingt. Wir haben vor einigen Jahren gemeinsam ein Kabuki-Stück gesehen, in dem es um den Diebstahl oder die Flucht eines Tigers aus einem Gemälde ging und uns daran sehr erfreut.


Ich bewunderte auch die Wasserleitung Suirokaku, die ungefähr so aussieht und so alt sein dürfte wie die Hochquellenleitung aus dem Rax- und Hochschwabgebiet nach Wien. Als ich schon beim Abschiednehmen vom Nanzenji war, sagte plötzlich eine Stimme neben mir: „Da treffen wir uns ja wieder! Soll ich ein Foto von Ihnen machen?" Es war die Frau im grünen Pullover mit der Brosche, die mir aufgefallen war, als sie im Bus neben mir stand. Den unvorteilhaften Hut hatte sie abgelegt. Sie fragte mich, woher ich sei und warum ich Japanisch könne, und ich sagte es ihr, und ich fragte sie, wo ihre Freundin sei. Die sei schon zurück nach Tôkyô gefahren. Sie selbst wohnt auch in Tôkyô, ist aber aus Kôbe und schläft heute bei ihrer Mutter.

„Wenn es Ihnen nichts ausmacht, könnten wir zusammen weiter gehen ..." , sagte sie. Aber es zeigte sich, dass ich andere Pläne hatte als sie. Ich wollte zu Fuß ins Stadtzentrum spazieren und dort die Takuboku-Bücher von Frau Imai suchen. Sie zog den Bus vor.


Der Spaziergang den Kamo-Fluss entlang bis zur Shijô-Brücke war lauschig. 1988 war ich im Frühling in Kyôto, und im Sommer nochmals, sogar vier Wochen, ich recherchierte für das Buch „Onna da kara – Weil ich eine Frau bin". Mir fällt auf, dass ich in Japan, außer die drei Wochen im Fischerdorf Katada und das erste halbe Jahr in Sapporo, immer in Tôkyô oder Kyôto gewohnt habe.

Und dass für mich japanische Städte dieses Image haben, wie ich es auch heute wieder in den Straßen im Zentrum von Kyôto, der Shijô-dôri und der Kawaramachi-dôri, erlebte: Gedränge, man kommt nicht weiter, Wirbel, Geschäfte, patchinko-Spielhallen. Kann es sein, dass es weniger patchinko-Hallen gibt als früher? Oder kommt dieser Eindruck daher, weil es in Hamamatsu dort, wo ich wohne, gar keine Spielautomatenhallen gibt? Jedenfalls ist das Leben in einer kleineren Stadt offensichtlich schon anders als in den Millionenstädten. Obwohl die Wohnviertel in Tôkyô oder Kyôto sich von denen in Hamamatsu nicht grundlegend unterscheiden: stille, enge Gassen, kleine Häuschen mit winzigen Gärten, irgendwo ein Zentrum mit Geschäften.


Am Kamo-Fluss in Kyôto sehe ich mich mit Imai san und dem Professor, der uns den Besuch bei den Geishas in Ponto-chô vermittelt hat, auf einer Terrasse über dem Fluss unagi, Aal, essen. Ein sehr heißer Sommerabend 1978. Und ich sehe den kleinen Felix am Ufer des Flusses in der nächtlichen Sommerluft des Jahres 1988. Oder war das am Ufer des Flusses am Arashiyama, dass wir hanabi, Feuerwerkskörper, aufflammen ließen? Am intensivsten sind die Erinnerungen an die japanische Sommervergnügung des hanabi mit Katada, dem Fischerdorf am Pazifik, verbunden, und das war wiederum fünf Jahre früher. Damals waren wir auch ein paar Tage in Kyôto, im Kyôto Prince Hotel, und als ein yûdachi, ein sommerlicher Abendregen, hernieder ging, drang das Regenwasser in die elegante Hotelhalle.

1992, das war ein eigenartiger melancholischer Aufenthalt, der erste nach der Scheidung. Ich erinnere mich, dass ich an einem warmen Sonntagnachmittag Ende Oktober ankam, der Bahnhof von Kyôto war noch eine riesige Baustelle. Ich fuhr mit dem Taxi ins Sun-Hotel in der Kawaramachi-dôri, an dem ich heute der Nostalgie halber auch vorbeiging. Einige Tage später kam Imai san nach Kyôto, wir wohnten zusammen in einem Zimmer, und ich hielt einen Vortrag über Takubokus Tanka und die Liebe im Rahmen einer Tagung der Internationalen Gesellschaft für Takuboku-Studien – vielleicht war das mein einziger Vortrag auf Japanisch. Die Zuhörer klatschten heftig, ein Takuboku-Forscher, der aufstand, um mich zu meinem Sitz zurückzulassen, flüsterte mir „Subarashi- ausgezeichnet," zu. Eine Minute echten Glücks.


1997 im Frühling, an dem einzigen Tag einer Woche Kyôto-Aufenthalt, an dem es nicht regnete, fielen uns am Kamo-Fluss vor allem die geradezu ordentlichen Schachtel-Behausungen der Sandler auf. Heute saß beim Aufstieg vom Fluss zur Shijô-Brücke eine alte Frau mit wirrem Haar und löchrigen Kleidern neben einem Käfig mit winzigen Kätzchen. „Das ist die Schattenseite des pet-booms!" stand auf einem großen Plakat aus Pappendeckel.

„Ich habe zu wenig Geld, um sie durchzufüttern. Kaufen Sie ein Kätzchen! Eines kostet nur 1000 Yen!"

Ich bleibe lange stehen und schaue die schwarzen und grauen und grauschwarzweißen Knäuelchen an, die sich in dem engen Käfig hin- und herbewegen. Aber ich kann keines der Kätzchen mitnehmen. Es ist einfach unmöglich.

In der Stadt esse ich im Fujiya, einem Lokal, das einstmals elegant war und jetzt ziemlich schäbig ausschaut, gebratene Soba-Nudeln mit Gemüse und beobachte die anderen Gäste. Die Kawaramachi-dôri hat viel von ihrem Charme verloren. Spielhallen, Elektronik, Mode und Nippes für ganz junge Leute. Kaum mehr ein Büchergeschäft. Aber das Antiquariat, das ich im Kopf hatte, existiert noch immer, und der Verkäufer findet im Computer Imai Yasukos Werke und druckte mir die furuhonya , die Antiquariate, in ganz Japan, samt Telefonnummern aus, bei denen ich sie bestellen kann. Noch ein Sprung ins Maruzen: die traditionsreiche Buchhandlung mit den ausländischen Büchern wirkt eng und altmodisch. Ich kaufe nur ein Taschenbuch, eine Biographie über die Frauenaktivistin Katô Shidzue. Danach dränge ich mich durch den Trubel auf den Gehsteigen zur chikatetsu, der Untergrundbahn. Vor zwanzig oder dreißig Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass junge Frauen und junge Männer mit gefärbten Haaren am Spätnachmittag Hand in Hand durch die Stadt flanieren. So viele Leute haben die Haare hellbraun oder rötlich, manche auch blond gefärbt, sogar manche ältere Männer.

Am Kyôto-Bahnhof besorge ich mir ein Ticket für einen reservierten Platz, den sogenannten shiteiseki und brause mit dem Shinkansen nach Hamamatsu zurück. Dort steige ich am Bahnhof in den Bus Nr. 50 ein, und an der Station aus, die am Waldstreifen neben der breiten Durchzugsstraße liegt. Unser Viertel Hatsuoichô begrüßt mich finster, menschenleer.

Frau S. hat mir einen Zettel zur Stufe am Eingang gelegt, auf dem steht, dass sie wegen Arbeit erst um 9:30 Uhr zurückkehren würde und dass ihr Mann wahrscheinlich in Ôsaka bleiben würde, weil er dort so viel Arbeit hat. Es war acht Uhr.


Halb zwölf Uhr nachts. Sitzt Frau S. immer noch am PC auf der anderen Seite meiner Schiebetür? Vor einiger Zeit ist der Sohn zurück gekommen. Für ihn war ein Fisch in der Pfanne gebraten worden, ein Tablett mit einem Schüsselchen eingelegter Rettiche stand neben dem Herd, eine Schüssel mit Bananen, die er so gerne isst, auf dem Wohnzimmertisch, und, wie Frau S. gleich nach meiner Ankunft in ihrem Haus sagte: „Der Reis im Reiskochtopf ist sowieso immer warm".


Anmerkungen

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