Ruth Linhart | Japanologie | Biographieprojekt Imai Yasuko


Herbst in Hamamatsu, ein Reisetagebuch

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Ueno und Shitamachi

26. November, Mittwoch

In der Nacht sah man Sterne, und der Morgen war hell und klar. Ich war schon sehr früh auf, vielleicht noch früher als gestern, nach vier Uhr, und döste dann nur mehr. Um sieben Uhr rief Hans an, ich plauderte eine halbe Stunde mit ihm. Dann gab es das gute Frühstück und ich beobachtete von meinem Zimmer aus eine Hausfrau, die das Schönwetter nach dem Regen schnell nützend, ihre Wäsche auf dem Dach des Nachbarhauses aufhängte. Der Bereich, auf dem die Wäscheleinen gespannt sind, ist wegen Absturzgefahr mit Maschendraht abgesichert.


Nach dem Frühstück ging ich zum Aoyama-Friedhof, Aoyama reien. Laut Plan, der in der Rezeption des Hotels aufliegt, ist es dort schön zum Spazierengehen und zum Laufen, weil es viele Bäume gibt, und es sind dort die Gräber vieler berühmter Leute, Politiker, Wissenschaftler und Künstler. Die fand ich nicht. Es lief auch niemand, aber es gab wirklich viele Bäume. Der seit 1874 bestehende Friedhof mit hunderttausend Grabstellen ist eine grüne große hügelige Insel mitten im Häuser- und Straßenmeer Tôkyôs.

Schon der kurze Spaziergang hin war sehr nett. Der Innenraum der Viertel in Tôkyô hat eine völlig konträre Atmosphäre zu den großen breiten Straßen, die sie umrahmen. Hier gibt es schmale Gassen, auf und ab, was ich bei früheren Aufenthalten nicht mitgekriegt habe. Ein sehr gepflegtes ruhiges Viertel ist das, mit hübschen Villen und Apartementhäusern oder Mansion - das sind Häuser mit komfortableren Wohnungen. Es gibt wenig Geschäfte und wenn, sind sie meistens europäisch angeschrieben und bieten irgendetwas Ausländisches an. Vor den Einfamilienhäusern prunken schon ab und zu prächtige Christbäume. Auf der Straße zum Friedhof hie und da ein Schüler, ein Fahrrad, ein Auto.

Nicht weit weg mündet die kleine Straße in eine breite, die den Friedhof umrundet oder durchschneidet. Ein gläsernes Eckhaus bietet „European Styling". Daneben ragt ein unfertiges Hochhaus in den heute sehr blauen Himmel, ich glaube, es heißt „Aoyama Tower", und dem war ich dankbar, denn es war mein geographischer Anhaltspunkt. Ohne dieses hätte ich sicher nicht zurückgefunden. Ich spazierte geruhsam über die Wege mit den heruntergefallenen Blättern und schlitterte mit den Schuhen durch sie, dass es raschelte, wie in der Volkschulzeit in einem nahen Park oder im Wiener Maxingpark, wenn ich dort vor dem Arbeitsantritt ein bisschen meditierte.

So viele Steinlaternen in allen Größen habe ich schon lange nicht gesehen. Vor vielen Grabsteinen Blumen, aber hier nirgends, wie im Fischerdorf Katada, in dem ich vor Jahren Taucherinnen interviewte, kleine Sake-Fläschchen oder andere eß- und trinkbare Köstlichkeiten für die Toten auf den Gräbern. Das hat man sich wahrscheinlich in der Großstadt abgewöhnt. Der Aoyama-Friedhof ist ein großer weit verzweigter Park mit vielen schmalen und breiteren Wegen. Ein offensichtlicher Sandler, ein Supermarkt-Wagerl mit einigen Plastiksäcken vor sich her schiebend, tritt plötzlich zwischen den Grabsteinen hervor. Und bei den ausländischen Gräbern, die statt mit Steinlaternen und Grabsteinen mit Steinkreuzen geschmückt sind, schläft ein Sandler, zugedeckt mit schwarzem Ölzeug. Da schrecke ich ein bisschen zurück und unterlasse es, die Namen der Verstorbenen zu ergründen. Sonst sehe ich im Friedhof nur Männer und eine Frau, die offensichtlich die Aufgabe haben, ihn in Ordnung zu halten.

Ich erkenne Platanen und Palmen und Kirschbäume. Im Frühling soll der Spaziergang im Aoyama-Friedhof besonders stimmungsvoll sein. Viele Bäume kann ich nicht zuordnen, zum Beispiel jene mit lindenartigen fast runden Blättern und Trauben kleiner roter Beeren. Auf den Plänen, die immer wieder aufgestellt sind, ist von einer Natsumikan-dôri die Rede, einer Straße mit japanischen Pampelmusenmandarinen, aber ich finde sie nicht.

Die Familien, die hier Gräber haben, dürften reiche Leute sein. Auf den Grabsteinen lese ich „Yamada no ie", „Matsushima no ie" und die Namen vieler anderer „ie". In Japan hat man ja ein Grab als Mitglied eines „ie", eines Hauses oder einer Familie – ebenso wie man traditionell als Mitglied einer Familie offiziell im Familienregister aufscheint. Mir fällt jene Japanologin ein, die von ihrem japanischen Freund gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könne, einmal in seinem Familiengrab zu liegen. Dies war der Heiratsantrag.

Dazu passt auch die Geschichte, die Frau K. mir heute erzählte. Herr K. ist im Mai vor zwei Jahren gestorben. Er liegt in einem Einzelgrab in einem Friedhof ganz in der Nähe der Wohnung. Frau K. kann mit dem Rad hinfahren. „Es ist ein schönes Grab, rundherum sind viele Rosenstöcke." Sie habe nach dem Tod ihres Mannes schnell nach eigener Wahl ein Grab für ihren Mann bestimmt, bevor seine Familie die Sache in die Hand nehmen konnte.


Ich erfreute mich also an dem schönen Spaziergang und machte etliche Fotos. Die Vögel zwitscherten laut. Ich sah schwarze Raben und andere Vögel, die ich aber nicht mit Namen kenne. Sogar hier vor meinen Hotelfenster höre ich Vögel zwitschern, obwohl die andere Seite des Hotels auf mehr Bäume schaut. Um halb zehn eilte ich zurück, und hatte dann noch eine Stunde Zeit. Ich setzte mich etwas früher hinunter in die Hotelhalle. Jedes elegantere Hotel hat in der Regel Räume, in denen Hochzeiten durchgeführt werden. Heute dürften sogar zwei Hochzeiten gewesen sein, denn die einen Gäste eilten nach links hinten und die anderen durch ein Tor in der Mitte der Halle. Von allen, die ich beobachtete, trug nur eine Frau einen Kimono, vielleicht war diese gar kein Gast, sondern eine Hotel­angestellte.

Mir fällt wieder ein, was ich von einigen Seiten hörte, dass Hochzeiten heutzutage nicht mehr so groß gefeiert werden wie früher, und dass die Leute keinen Kimono mehr anziehen wollen, auch nicht zu solchen Feierlichkeiten. Drum werden sie ja billig verkauft, die Kimonos samt allem Zubehör, wie in Hamamatsu und dem Oriental Bazar an der Omote Sandô.


Die beiden kamen pünktlich, Frau K., sehr schlank, in einem schwarzen Rollkragenpulli, schwarzem Rock und eleganter grauer Jacke, schönem Schmuck. Sie ist eine herzenswarme gebildete Frau von Format, und das strahlt aus ihren Augen. T. san, der Sohn, ist 37, hat schon erste graue Haare, und vielleicht sogar zwei Doktorgrade, er ist zuckerkrank und derzeit ohne fixe Anstellung.

Das Ehepaar K. war vor vielen Jahren, als T. und meine Kinder zirka zehn Jahre alt waren, in Wien. Herr K. war Gastprofessor an der Universität. Ich lernte mit Frau K. Japanisch beziehungsweise sie mit mir Deutsch. T. besuchte eine österreichische Schule. Die Familie fühlte sich nach Frau K. s Worten äußerst wohl in Wien. Die Rückkehr nach Japan, in die „japanische Schulhölle", von der nicht nur die Medien schrieben, sondern auch Frau K. in ihren Briefen sprach, war anscheinend für T. sehr schwierig.

Jedes Mal, wenn ich in Japan bin, habe ich ein Rendezvous mit Frau K.. Sie und ihr Mann waren in all den Jahren nachher nur mehr einmal in Österreich. Da konnte ich sie nur kurz im Cafe Dommayer treffen, weil sie so viel zu tun hatten, um alle ihre Bekannten wieder zu sehen. Beide, der Vater und der Sohn, spezialisierten sich auf österreichische Literatur. Ich glaube, T. ist Experte für Josef Roth.

In den vergangenen Jahren hat mir Frau K. immer zu Hinamatsuri, dem Puppenfest am 3. März, kleine Aufmerksamkeiten geschickt, Puppen aus Papier oder Süßigkeiten in Form von Pfirsichblüten, die zu dieser Zeit blühen. An diesem Tag betet man um Glück für die Mädchen und in Familien, in denen es Töchter gibt, stellt man die berühmten Puppen auf einer Art Altar auf: an der Spitze Kaiser und Kaiserin, weiter unten Hofdamen und Minister. Die Puppen tragen Kostüme der Heian-Zeit und sind extrem teuer. In vielen Familien werden sie von Generation zu Generation weiter gegeben. Einmal schrieb mir Frau K.:

„Bei uns werden jetzt gerade die traditionellen o-hinasama-Puppen aufgestellt. Sie müssen gleich nach dem Fest verräumt werden, sonst können die Töchter nicht rechtzeitig heiraten. Meine großen Puppen-Sets wurden 1945 bombardiert, das heißt, meine Heimatstadt Utsunomiya wurde aus der Luft angegriffen, und die ganze Stadt hat gebrannt. Damals war ich noch ein Kind, und meine Mutter nahm uns Kinder bei der Hand und floh in den Flammen bald hierhin, bald dorthin. Wenn ich an meine prachtvollen Puppen denke, muss ich mich immer an die fürchterlichen Flammen erinnern, in denen die ganze Erdoberfläche aufgegangen ist."


Während wir mit der Ginza-Linie der U-Bahn nach Ueno fuhren, erzählte Frau K., dass sie an der Tôkyô-Universität deutsche Literatur studiert habe. Es ist sehr schwierig, in die Tôkyô-Universität zu kommen, sie ist die Top-Universität des Landes. Imai san etwa traute sich nicht zu, die Aufnahmsprüfung dort zu bestehen. Jedenfalls, K. san war anscheinend zuerst an der Tôkyô gaikokugo daigaku, der Fremdsprachenuniversität Tôkyô, da sie sich aber mehr für die Literatur als für die Sprache interessierte, wechselte sie an die Tôkyô-Universität. Ihren Mann lernte sie im Doktorkurs der Tôkyô Toritsu-Universität kennen, die eine renommierte Privatuniversität ist.

„Fast alle meine Kollegen sind Universitätsprofessoren geworden", sagt Frau K.. „Ich wurde Hausfrau." Ihre Ehe war eine Liebesheirat.

Vor kurzem hat Frau K. angefangen, Spanisch zu lernen. Sie möchte die Gedichte von Antonio Machado verstehen, die ich ihr geschenkt habe. Ihre Lieblingsdichter sind Antonio Tabucchi und Octavio Paz. Seit ihr Mann gestorben ist, hat sie begonnen, Keramik zu machen. Damit hatte sie schon von klein auf zu tun, denn ihr Vater war Kunsthändler. Er hatte sich auf asiatische Kunst spezialisiert. Ihr Vater ist siebenundneunzig Jahre alt und „totemo genki – sehr gut beisammen". Die jüngere Schwester, die eine schwache Gesundheit hatte und daher für die Ehe nicht geeignet gewesen sei, pflegt den Vater.


Wir fuhren nach Kanda Jimbochô, wo Imai san 1960 wohnte und wo das Büro des „Bund" war, für den Imai san damals arbeitete. Ansonsten ist Kanda als das Viertel der Buchläden berühmt. Und ich suchte keine Imai-Spuren, sondern ließ mich von den beiden K. s in verschiedene Buchgeschäfte führen, in denen ich, wie sie vermuteten, Bücher von meiner Einkaufsliste bekommen würde.

Danach gingen wir in ein Soba-Lokal essen. Wir fanden Platz im ersten Stock, zu dem wir über eine extrem schmale und steile Treppe hinaufklettern mussten. Die Schuhe blieben unten. Wir saßen in dem vollen Lokal auf Tatami und es war gemütlich, sehr auf Tuchfühlung mit den anderen Gästen. Nur, dass bei dem kalten Wetter Eiswasser serviert wurde statt heißem Tee hat mich gewundert. Wir aßen Tempura-Soba. T., für den die herausgebackenen Gemüse und Meerestiere, aus denen Tempura besteht, zu fett sind, aß kalte Saru Soba, eigentlich eine Spezialität für den heißen Sommer.

Das alte Edo bestand aus dem Stadtviertel Shitamachi, Unterstadt, in dem die bürgerlichen Handwerker und Händler wohnten, und aus Yamate, der Oberstadt der Reichen und Adeligen, die sich rund um den ausgedehnten Bezirk des kaiserlichen Palastes ansiedelten. Die K.s führten mich anschließend an das Essen ins ehemalige Shitamachi, das die Viertel von Ueno und Asakusa umfasst. Wir stiegen bei einer Station zwischen diesen beiden Zielen aus und spazierten Straßen, die mit interessanten Geschäften gesäumt waren, auf und ab. Hier werden Haushaltsartikel aller Art, butsudan – buddhistische Hausaltäre - diverser Größen und Accessoires für Restaurants und Gasthäuser wie Türschilder und Speisen für die Auslagen verkauft. In Japan ist vor jedem Restaurant ein Schaukasten angebracht, in dem die angebotenen Speisen aus Plastik gezeigt werden. Diese Plastikspeisen werden hier um teures Geld verkauft. Ein Sushi-Röllchen kostete zum Beispiel tausend Yen, zirka acht Euro. Es gab auch Sushi als Schlüsselanhänger und Handy-Anhänger. Jedes Handy ist in Japan mit Klimbim versehen, das offensichtlich als Zierde dienen soll.

Wir spazierten zu Fuß eine breite Autostraße entlang bis Ueno. Ueno ist für seinen Bahnhof bekannt, aber auch für seinen Park, seinen Tiergarten und für seine Kunstmuseen. In der Tokugawa-Zeit war das Gebiet von Ueno für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da hier eine große Tempelanlage der Tokugawa-Shôgune, der damaligen Herrscher, lag. 1873 wurde das Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich, und seither ist der Ueno-Park fast ein Sy­no­nym für das alljährliche Kirschblüten-Schauen im April.

Der Ueno-Bahnhof ist einer der größten von Tôkyô und ebenso eine Welt verschiedenster Bahnhöfe und Kaufhäuser und Hotels wie der Tôkyô- oder der Shinjuku-Bahnhof. In einigen Metern Höhe über den Autobahnen ist vor diesem Bahnhof eine Art freischwebender großer Platz hineingehängt worden. Den überquerten wir, gingen aber weder in den Park noch in die Museum, sondern stürzten uns in dicht mit Menschen angefüllte Gassen, in denen die verschiedensten mezurashii mono – Seltsamkeiten – angeboten werden, von Sportschuhen aller internationalen Firmen bis zu lebenden Krabben. Mozartkugeln gab es auch, drei Schachteln um tausend Yen (acht Euro)! Und ich hätte fast welche aus Österreich angeschleppt. Der Schokoladebudenbesitzer warf in einen großen Sack Süßigkeiten über Süßigkeiten. „Alles um tausend Yen!" rief er. Er wollte T. dafür gewinnen, geriet bei ihm aber natürlich an den falschen. Nachdem wir diese berühmten Gassen, die der otôsan, der Vater K., so gerne gehabt hatte, und wo alles viel billiger ist als sonst, auf und ab gegangen waren, rasteten wir in einem Kaffeehaus! „Ohne Musik". Anscheinend habe ich einmal kritisiert, dass in den japanischen Kaffeehäusern Musikberieselung das Normale ist.


In dem dicht besetzten riesigen Café, zu dem wir einige Stockwerke unter die Erde gestiegen waren, plauderten wir über das Kabuki-Theater und die Oper. Herr K. hatte auch dieses Kaffeehaus geliebt. „Wir gehen ab und zu ins Konzert", erzählte Frau K.. Am 17. Dezember singt Michael Görne die "Winterreise" von Schubert. Ich bin geistig so verhaftet in Japan, dass mir kaum mehr einfiel, welche Opern ich in Wien zuletzt gesehen habe, auch nachher nicht, als ich allein in der U-Bahn gegen Omote Sandô fuhr. Ich sagte, dass ich um fünf Uhr zurück sein müsse, ich wolle noch zum Oriental Bazar, und der hat morgen zu. Es gab einen innigen Abschied, Händeschütteln und in die Augen schauen. „In zwei Jahren komme ich mit Hans." Schon wieder die Wehmut eines Abschieds für lange Zeit.


Zurück fuhr ich mit der Ginza-Linie, dieser ältesten der zwölf U-Bahnlinien von Tôkyô. Sie wurde nach dem großen Erdbeben 1923 gebaut. Im übrigen scheinen in Tôkyô die Frauen um Welten besser angezogen als in Hamamatsu. Oder wirkt das nur so, weil ich hier ständig im Stadtzentrum unterwegs bin, in dem vor allen Dingen berufstätige Frauen zu sehen sind, während ich in Hamamatsu in der Vorstadt der Hausfrauen wohnte? Mir gegenüber saßen jedenfalls zwei junge Frauen. Die eine hatte sehr schöne lange Beine, die sie in schwarzen Strümpfen vorteilhaft zur Geltung brachte. Beide waren hübsch, aber irgendwie wirkten sie, so wie sie da saßen und plauderten, mit ihrem Gesichtsausdruck- bzw. ihrer Körperhaltung jeweils wie ineinander verwickelte Schnüre. Ich hätte sie gerne geschüttelt und gesagt: „Lasst doch um Himmels Willen locker!"

Im Oriental Bazar kaufte ich ein großes Tischtuch aus Baumwolle um dreitausend Yen. Es wurde furoshiki genannt, obwohl das doch ein Wickeltuch zur Beförderung von Gegenständen ist. Es besteht nicht aus dem dicken handgewobenen Material wie die Tischdecken, die ich geschenkt bekommen habe, sondern ist leicht und dünn, womöglich in China hergestellt! Und zwei Seiden-Obis – Gürtel - erwarb ich ebenfalls, die auch die Japanerinnen heutzutage als Schal verwenden. Die Verkäuferin zeigte mir, wie sich junge Frauen zum Beispiel aus einem breiten schwarzen seidenen Männer-Obi mit weißem Wappen einen langen Rock nähen.

Zurück im Hotel rief Herr Sh. an, den ich übermorgen sehe, und Frau U.. Ich hatte die glorreiche Idee, sie morgen hierher ins Hotel zum Essen einzuladen. Das ist sozusagen „mein Revier", und diese Einladung kann sie hoffentlich annehmen.


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