Ruth Linhart | Takuboku Dissertation | Takuboku-Gedichte
Übersetzt von Ruth Linhart
Wenn ich atme,
ist in der Brust ein rasselnder Laut.
Dieser Laut,
trostloser als der Winterwind.
Iki sureba,
mune no naka ni te naru oto ari.
Kogarashi yori mo
sabishiki sono oto! (1)
Auch wenn ich die Augen schließe,
zeigt sich im Herzen
nichts.
Trostlos - ich öffne die Augen wieder.
Me tozuredo,
kokoro ni ukabu nanimo nashi.
Sabishiku mo, mata,
me o akeru kana. (2)
Auf halbem Weg überlege ich es mir plötzlich,
ich gehe
nicht zur Arbeit, auch heute
streife ich am Flußufer herum.
Tochû ni te futo ki ga kawari,
tsutomesaki o yasumite,
kyô mo,
kashi o samayoeri. (3)
Ich möchte einen neuen Körper, dachte ich,
während ich
die Operationsnarbe
berührte.
Atarashiki karada o hoshi to omoikeri,
shujutsu no kizu no
ato
o nadetsutsu. (142)
Wenn wir uns eine Katze hielten,
so würde auch diese Katze
wieder Anlaß für einen Streit,
traurig ist meine Familie.
Neko o kawaba,
sono neko wa mata arasoi no tane to
naruramu,
kanashiki waga ie. (179)
So haben sie mich,
den einzigen Sohn, erzogen.
Auch Vater und
Mutter werden wohl traurig sein.
Tada hitori no
otoko no ko naru ware wa kaku sodateri.
Fubo mo
kanashikaruramu. (18
Die Gedichte sind der folgenden Gesamtausgabe der Werke Ishikawa Takubokus entnommen: Takuboku zenshû, 1. Bd., insgesamt 8 Bde. hrsg. von Kindaichi Kyôsuke, Toki Zenmarô, Ishikawa Masao, Odagiri Hideo, Iwaki Yukinori, Verlag Chikuma Shobo, Tôkyô, 1967-1968. Die in Klammer gesetzten Zahlen der japanischen Version der Tanka bezieht sich auf die Reihenfolge der Tanka in der genannten Gesamtausgabe.
Weitere Tanka folgen.
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